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Landesfilmarchiv Bremen

Landesfilmarchiv Bremen



Große Weidestr. 4-16
28195 Bremen
Tel.: (0421) 361 7845
Fax: (0421) 361 3115
E-Mail: dtilgner@lis.bremen.de
www.landesfilmarchiv.de


Ansprechpartner: Dr. Daniel Tilgner
Öffnungszeiten: nach Vereinbarung


Allgemein
Das Landesfilmarchiv Bremen gehört zum Landesinstitut für Schule Bremen. Das Landesfilmarchiv sucht, sammelt, sichtet, archiviert und bewahrt Filme für die Zukunft. Dabei folgen wir einem umfassenden Verständnis von "Film", der für uns Produkt und Zeugnis einer Kultur, dazu eine Kunstform, eine gesellschaftliche Institution, ein Wirtschaftsfaktor und technisches Medium ist. Der Schwerpunkt unserer Sammlungs- und Archivarbeit liegt auf der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Bremens und des norddeutschen Kulturraums insgesamt.


Inhaltsverzeichnis:

 
Bremensien
Fotograf

Stapellauf der Bremen IV 1928 auf der AG Weser











Registrierung von Displaced Persons in Bergen-Belsen

Aus einer amerikanischen Reportage 'The German Food Story', 1946

Derzeit befinden sich mehrere Tausend Filmdokumente im Bestand des Landesfilmarchivs. Das älteste Dokument ist aus dem Jahr 1910 und zeigt einen Besuch Kaiser Wilhelms II. auf dem Bremer Marktplatz. Besonders gut dokumentierte Bereiche sind: Industrie- und Firmengeschichte (u.a. Norddeutscher Lloyd, AG Weser, Heringsfang und Fischerei, Hafengeschichte, Borgward); Porträts der Stadt und Stadtentwicklung; Bremen im Dritten Reich; Bremen und Bremerhaven als amerikanische Enklave; Bremen in den 60er Jahren. Außerdem verfügen wir über einen umfangreichen Bestand an privaten Filmaufnahmen von den 1920er bis in die 1980er Jahre, die zeigen, wie sich die Alltagskultur und die Lebensgewohnheiten in Bremen änderten. Da Bremer Unternehmen und Kaufmannshäuser vielfältige Wirtschaftsbeziehungen in alle Teile der Welt unterhielten, besitzen wir auch frühe (1920er und 1930er Jahre) Filmdokumente aus Australien, Neuseeland, Bali, Borneo und Sri Lanka. Einige Highlights: Filmaufnahmen des Schriftstellers Manfred Hausmann von Auswanderern im Zwischendeck des Dampfers Dresden 1928; Bau und Jungfernfahrt der Bremen IV (1928/29); ein privater Rundgang durch die Industrieausstellung "Bremen: Schlüssel zum Reich - Schlüssel zur Welt" 1938 auf der Bremer Bürgerweide; ein Porträt Bremens aus dem Jahre 1955 unter dem Titel "Irgendwann begegnen wir uns"; Werbefilme für Bremen als Wirtschaftsstandort aus den 60er Jahren; ein privates Filmdokument über die Verladung der ersten Container im Bremer Überseehafen 1967.


Das Landesfilmarchiv präsentiert auf seiner Webseite Features mit umfangreichen Filmausschnitten. Im Moment sind dort zu sehen: Ein Abriss der Bremer Filmgeschichte mit Arbeitsbeispielen prominenter Bremer Filmemacher (Helmut Oestmann, Bauern im Teufelsmoor; Klemens Lindenau, Das Männerschiff, F.W. Bauer, Vegesack - Die Stadt am Hohen Ufer; Dietrich W. Dreyer, König Hering, Carl Hans Plock, Der Monarch, Heinz Beuermann, Die Dampflok stirbt aus) und Ausschnitte aus Filmen, die einen Einblick in den Archivbestand geben. Aus der Sammlung haben wir, nach den Themengebieten Innenstadt, Hafen, Industrie, Alltag und städtische Impressionen gruppiert, bremenspezifische Beispiele aus den dreißiger und sechziger Jahren ausgewählt, die einigermaßen repräsentativ für Filmdokumente jener Zeitabschnitte und dennoch beeindruckend oder ungewöhnlich in ihrer Machart sind.
Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt liegt darauf, einer interessierten Öffentlichkeit in originaler oder bearbeiteter Form Filmdokumente wieder zugänglich zu machen, sei es in Filmeditionen und -produktionen, sei es in Veranstaltungen, Filmabenden oder -matineen, sei es in Workshops in Schulen, Bürgerhäusern, Freizeitzentren oder mit Vereinen und Firmen. Wir haben einen regelmäßigen Sendetermin im Offenen Kanal Bremen, in dem wir Material aus unserem Bestand präsentieren und den wir in Zukunft magazinartig gestalten werden.

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Klemens Lindenau Archiv


Klemens Lindenau betrieb in den 50er und frühen 60er Jahren sein Kultur- und Lehrfilminstitut in Delmenhorst. Seit 1927 hatte er für die UFA in Potsdam gearbeitet, und auch im Dritten Reich Spielfilme und Kulturfilme gedreht. 1946 wurde er Geschäftsführer der Herold Film in Berlin und erhielt 1949 eine Lizenz als Kulturfilmproduzent. Häufig arbeitete er mit dem aus Delmenhorst stammenden Kameramann Heinz Bakenköhler zusammen, der später beim ZDF angestellt war. Mit vielen seiner Filme nahm das Kulturfilminstitut Klemens Lindenau an internationalen Filmfestspielen teil (z.B. in Berlin 1953, im selben Jahr in Caracas, Venezuela, wo der Film "Stephan Lochner - ein Maler zu Köln am Rhein" mit einer "Ehrenplakette" ausgezeichnet wurde, 1959 Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilmwoche, und noch 1966 erhielt der Film "Ein weites Feld" auf der internationalen Triennale des Films für Arbeit und Industrie in Belgien einen Preis). Viele seiner Filme wurden mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet. Einen Teil seiner Filme mit maritimem Zuschnitt stellte Lindenau im Auftrag von und für die Fischereibetriebsgesellschaft in Bremerhaven her (z.B. "Die Islandfischer", "Seefische", "Hochseefischer"). Häufig wurden Lindenaus Kultur- und Lehrfilme im Kino vor dem Hauptfilm gezeigt. Waren sie "wertvoll" oder "Besonders wertvoll" sparten die Kinobetreiber so Steuern. Das Landesfilmarchiv besitzt den gesamten Nachlass Klemens Lindenaus.

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Didaktisches Archiv
Motiv 'Unterrichtsmaterialien'

Eine besondere Abteilung des Landesfilmarchiv ist das sog. Didaktische Archiv. Hier werden alte visuelle Unterrichtsmaterialien wie Stumm- und Tonfilme, großformatige Glasdias, Kleinbilddias, Tonträger und Schaubilder aus dem Medienangebot für Bremer Schulen der RWU (Reichsstelle für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) ab 1934 und der bundesrepublikanischen Institution FWU (Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) gesammelt, rekonstruiert und restauriert sowie Forschungs- und Bildungszwecken zugänglich gemacht. Die von RfdU und RWU produzierten und verliehenen Filme haben wir so gut wie vollständig im Bestand, dem entsprechend beschäftigt sich ein aktueller Arbeitsschwerpunkt mit dem Einsatz von Medien in Schulen im Dritten Reich. In Kürze hoffen wir hierzu eine Publikation vorlegen zu können.

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Produktionen
Vom Dritten Reich zum Wirtschaftswunder. Bremen 1933 - 1955 (2004); DVD

Diethelm Knauf/Jochen Cordes, Bildung - Schule - Medien. Eine Festschrift für Rudi Geisler, Bremen: Edition Temmen 2004.

Weil es ein besonderes Anliegen des Landesfilmarchivs ist, seinen Bestand einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat das Landesfilmarchiv in Kooperation mit der Medienfirma docarts Medien und dem u.a. auf Bremensien spezialisierten Verlag Edition Temmen eine Reihe von Medienproduktionen erstellt und herausgegeben:

  • Bremen 1871 - 1945. Eine Filmchronik (1998); VHS-Video
  • Bremen 1945 - 1989. Eine Filmchronik (1999); VHS-Video
  • Die Bremer Häfen. Eine Filmchronik (2000); VHS-Video
  • Jantjes und Kantjes. Heringsfang in alten Filmen (2000); VHS-Video
  • Vom Dritten Reich zum Wirtschaftswunder. Eine Filmchronik (2001); VHS-Video
  • Auf großer Fahrt. Reisen mit dem Norddeutschen Lloyd (2002); VHS-Video
  • Vom Dritten Reich zum Wirtschaftswunder. Bremen 1933 - 1955 (2004); DVD


Ergänzt wird dieses Angebot durch die Publikation Diethelm Knauf/Jochen Cordes, Bildung - Schule - Medien. Eine Festschrift für Rudi Geisler, Bremen: Edition Temmen 2004.

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