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Landesarchiv Schleswig-Holstein
- Landesfilmarchiv -

Landesarchiv Schleswig-Holstein - Landesfilmarchiv



Prinzenpalais
24837 Schleswig
Tel.: (04621) 86-1800
Fax: (04621) 86-1801
E-Mail: landesarchiv@la.landsh.de
www.landesarchiv.schleswig-holstein.de

Öffnungszeiten
Mo-Fr 8.30-17.00 Uhr


Allgemein
Das schleswig-holsteinische Landesfilmarchiv ist eine Abteilung des Landesarchivs Schleswig-Holstein. Es ermittelt und erwirbt landesbezogene Filme, soweit diese noch nicht anderweitig archivisch gesichert sind, arbeitet sie restauratorisch und konservatorisch auf, erschließt sie und stellt sie unter Wahrung der Urheberrechte Dritter für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung. Ergänzend werden Filmeditionen aus den eigenen Beständen herausgegeben.


 
Sammlung und Konservierung landesbezogener Filme
Filmmagazin

Das Landesarchiv ist als Landesfilmarchiv seit 1988 die zentrale Stelle in Schleswig-Holstein für die dauerhafte Bewahrung landesbezogener Filmdokumente. Es kooperiert bei der konservatorischen Sicherung von Filmen mit anderen Archiven, insbesondere mit dem Bundesarchiv. Die Kooperation dient auch der Vermeidung von unnötigem Mehrfachaufwand durch Doppelarchivierung. Übernommen werden Filme, die in möglichst authentischer Form das Land, seine Menschen, seine baulichen Zustände sowie das Leben und Arbeiten im Lande spiegeln. Die Bestände werden aktiv eingeworben und im Originalformat gesichert. Der Erwerb der Ausgangsmaterialien - also der Negative oder der möglichst nahe am Original liegenden sonstigen Träger - ist das bevorzugte Ziel. Oftmals ist es ein weiter Weg vom Erwerb bis zur abgeschlossenen archivischen Sicherung, da insbesondere im semiprofessionellen Bereich oder bei Amateurfilmen viel ungeschnittenes stummes Material an das Landesfilmarchiv gelangt, das dennoch einen hohen Dokumentationswert hat und einer sorgfältigen Sichtung und restauratorischen Aufbereitung bedarf. Von allen gesicherten Filmen gibt es inzwischen qualitativ hochwertige Benutzungsstücke.

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Die Bestände
"Seeteufel" Graf Luckner bei einem Besuch in Kiel 1921



Übung zur Rettung Schiffbrüchiger 1928




Landgewinnungsarbeiten 1935

Die Überlieferung umfasst Filme mit einem inhaltlichen Bezug zu Schleswig-Holstein. Schwerpunkt ist der Dokumentarbereich. Dem besonderen Anliegen der Sicherung gefährdeter Filmmaterialien entsprechend sind die Bestände stark geprägt von kleineren, wenig bekannten Filmdokumenten, da die größeren Kinoproduktionen zumeist bereits in den überregional arbeitenden deutschen Archiven und Filminstituten vorliegen und gepflegt werden. Der zeitliche Rahmen reicht vom Geburtsjahr des Films 1895 bis in die unmittelbare Gegenwart hinein.

Zu den Beständen wichtigerer Einrichtungen oder Produzenten in Schleswig-Holstein, die ganzheitlich oder in nennenswertem Umfang überliefert sind, gehören: Firma Nordmark-Film Kiel, Firma Jupiter-Film Hamburg und Tremsbüttel, Schleswig-Holsteinischer Landtag, Landesbildstelle Schleswig-Holstein, Filmgruppe der Landespolizei Schleswig-Holstein, Studentenwerk der Christian-Albrechts-Universität Kiel; Arbeitsgemeinschaft Film der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein; Marschenbauamt bzw. Amt für Land- und Wasserwirtschaft Heide, Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau.

Darüber hinaus hat das Landesfilmarchiv im Laufe der letzten Jahre eine Reihe von thematischen Überlieferungsschwerpunkten gebildet mit Materialien, die aus unterschiedlichster Herkunft, oftmals als Einzelstücke und Überlieferungsunikate, an das Landesfilmarchiv gelangt sind. Dazu gehören landesbezogene Filmdokumente aus der Zeit der Weimarer Republik und der NS-Zeit, unter anderem über die frühe NS-Bewegung in Schleswig-Holstein, über Kriegszerstörungen und Wiederaufbau der Städte Kiel und Lübeck sowie Filmmaterial über die britische Besatzung; Amateurfilme, insbesondere über ortsbezogene Ereignisse der 1930er bis 1950er Jahre; Industriefilme, insbesondere über Werften und andere produzierende Betriebe aus den 1920er bis 1990er Jahren; Werbefilme, insbesondere mit Kieler Firmenwerbung und ortsbezogener Tourismuswerbung aus den 1920er bis 1970er Jahren; sozialpädagogische Filme von Heinz Rathsack aus den 1950er und 1960er Jahren; Archäologische Filme von Kurt Denzer aus den 1970er und 1980er Jahren; Naturschutzfilme der 1980er und 1990er Jahre von Klaus Dürkopp; Filmische Darstellungen Schleswig-Holsteins und seiner Menschen, dokumentarisch oder mit Spielhandlung bis in die Gegenwart.

Fernsehsendungen werden in den zuständigen Rundfunk-, bzw. Fernseharchiven der Sender archiviert und sind grundsätzlich dort zu suchen.

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Erschließung und Zugangsmöglichkeiten
Filmbearbeitung und Erschließung

Die Erschließung des Filmbestandes umfasst neben den formalen Daten der Filme jeweils eine kurze Inhaltsangabe und eine Beschreibung der enthaltenen Einzelsujets. So können auch kurze Dokumentarszenen nach Orts-, Personen- oder Sachbetreffen leicht ermittelt werden. Ein gedrucktes Findbuch ist im Landesfilmarchiv oder im Buchhandel zum Preis von 15,20 € erhältlich (Dirk Jachomowski: Landesfilmarchiv. Findbuch des Bestandes Abt. 2002. ISBN 3-931292-592). Alle Filme stehen im Lesesaal des Landesarchivs für Sichtungszwecke zur Verfügung. Ausleihe oder Kopierung erfolgen auf der Grundlage der Entgeltordnung des Landesarchivs Schleswig-Holstein vom 1. Oktober 2005, die auf Anfrage bereitgestellt werden kann. Eine Benutzung ist in jedem Fall vom urheberrechtlichen Status des benötigten Films abhängig, der im Einzelfall geprüft wird. Beim überwiegenden Teil der Filme verfügt das Landesfilmarchiv über die Verwertungsrechte. Für die zweckgebundene Nutzung des Materials, die der vertraglichen Vereinbarung bedarf, stehen grundsätzlich hochwertige Magnetabtastungen in den Formaten Betacam SP oder DigitalBetacam zur Verfügung.

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Benutzungsprofile
Filmvorführung im Kieler Germaniahafen

Das Benutzungsprofil älterer Filmmaterialien unterscheidet sich zumeist vom Einsatz aktueller Produktionen. Zunehmend wird in den letzten Jahren erkannt, dass Filme neben ihrem ursprünglichen Entstehungszweck nach Ablauf einiger Jahre eine neue, ursprünglich zumeist nicht intendierte Bedeutung erhalten: die Bedeutung als Quelle für Vergangenes. Dementsprechend bildet die Verwendung von Einzelsujets aus dokumentarischem älterem Filmmaterial einen wesentlichen Teil der regelmäßigen Nutzung. Dieses gilt für Fernsehanstalten ebenso wie für freie Filmemacher. Ergänzt wird diese Form einer Neunutzung durch den Einsatz der Filme in bestimmten thematischen Veranstaltungen an Universitäten, Schulen, Kultureinrichtungen, Vereinen oder Kommunalen Kinos. Öffentliche Präsentationen des historischen Filmmaterials werden auch vom Landesfilmarchiv selbst mit unterschiedlichen Partnern durchgeführt, so im Herbst 2005 im Projekt "Gaffelkino", das bereits zum zweiten Mal mit der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein im neu entstandenen Kieler Germaniahafen stattfand. Wo früher Schiffe gebaut wurden, verfolgt das Publikum auf dem Gaffelsegel die Ereignisse, die vor 70 Jahren am Ort der Projektion entstanden sind. In begrenztem Maße werden auch Filmdokumente auf VHS oder DVD ediert. Mit Studenten-, Schüler- oder Laiengruppen werden filmanalytische Seminare veranstaltet, bei denen der Film als Quelle für die Landesgeschichte unter orts- und alltagsgeschichtlichen, industrie-, technik- oder mentalitätsgeschichtlichen Aspekten im Mittelpunkt steht und in denen der quellenkritische Umgang mit dem Medium Film trainiert wird.

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