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Archiv der sozialen Demokratie
der Friedrich-Ebert-Stiftung |
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Godesberger Allee 149
53175 Bonn
Tel.: (0228) 883 425
Fax: (0228) 883 479
E-Mail: archiv.auskunft@fes.de
http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/
Öffnungszeiten
Mo-Do 9-17 Uhr
Fr 9-16 Uhr
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Am 5. Juni 1969 eröffnete der SPD-Parteivorsitzende Willy Brandt das Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) mit den Worten:
"Das Archiv der sozialen Demokratie soll dafür sorgen, daß stolze Seiten und gute Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte weder ausgespart noch falsch gezeichnet werden. Es soll, um ein bekanntes Wort abzuwandeln, auch dazu beitragen, daß die Wirklichkeit nicht nur unterschiedlich interpretiert, sondern daß sie verändert wird - verändert in Richtung auf die zunehmende Verwirklichung der sozialen Demokratie."
Heute beherbergt das AdsD über 45 laufende Kilometer Aktenmaterial von Persönlichkeiten und Organisationen der SPD und verschiedener Gewerkschaften sowie eine zahlreiche Sammlungen von Fotos, Plakaten, Flugblättern, Filmen, Videos und Tondokumenten, aber auch Fahnen, Ansteckern, Büsten usw. zur Dokumentation der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung.
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Öffentlicher Bereich
Der Lesesaal von Archiv und Bilbliothek |
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Der Lesesaal des AdsD ist
der für die Öffentlichkeit zugängliche Bereich des Archivs. Neben zahlreichen
digitalen Recherchemöglichkeiten kann sich der Nutzer an diesem Ort
auch durch Findbücher sowie Mikrofiche- und Mikrofilmlesegeräte über
den Bestand des AdsD informieren. Bestellte Materialien
- sofern sie öffentlich
zugänglich sind - können hier eingesehen werden. Der Lesesaal dient
nicht nur zum Aktenstudium der Materialien des AdsD,
sondern steht der Öffentlichkeit
auch für die Nutzung der umfangreichen Bestände der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
zu Verfügung. |
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Nichtöffentlicher Bereich
- Der Schriftgutbestand des AdsD |
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Das AdsD hatte bei seiner Gründung einen Aktenbestand von 300
lfd.m (laufende Meter). Den Kern bildeten die Archivalien des Vorstands
der SPD, die damit aus dem Parteiarchiv in ein der Öffentlichkeit
zugängliches Archiv überführt wurden.
Inzwischen beherbergt das AdsD über 45 lfd.km Akten. Die Überlieferung
reicht von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, wobei
der Schwerpunkt in der Zeit nach 1945 liegt. Auch ist der Kreis der
Bestände weit über das Sammelgebiet der deutschen Sozialdemokratie
hinausgewachsen, die freilich nach wie vor einen Schwerpunkt bildet.
Außerdem werden verstärkt Materialien der deutschen und
internationalen Gewerkschaften betreut, so u.a. die des Deutschen Gewerkschaftsbundes
(DGB), der Internationalen Transportarbeiter Föderation (ITF),
der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG) und der Industriegewerkschaft
Metall (IG Metall). Zusätzlich sichert das AdsD die Archivalien
einer Reihe von Organisationen, z.B. des Sozialistischen Deutschen
Studentenbundes (SDS), von Verbänden der Arbeiterkulturbewegung,
der Friedensbewegung und des Deutschen Rats der Europäischen Bewegung.
Hinzu kommen über 1.000 Nachlässe und Deposita von Persönlichkeiten
der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften; genannt seien hier Paul
Levi, Willi Eichler, Carlo Schmid, Carl Severing, Willy Brandt, Herbert
Wehner, Gustav Heinemann und Käte Strobel sowie Annemarie Renger,
Helmut Schmidt und Hans-Jochen Vogel.
Die Magazinräume sind, abgesehen von Führungen, der Öffentlichkeit
nicht zugänglich. |
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- Die Sammlungen
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Als unverzichtbarer Bestandteil
politischer Bildung werden in Geschichts- und Schulbüchern, aber
auch in Filmen und Internetpräsentationen sowie in Ausstellungen
audiovisuelle Medien zur Illustration genutzt. Diese
Medien sind im AdsD unter dem Begriff "Sammlungen" zusammengefasst.
Das Filmarchiv
Das Film-Archiv
des AdsD beherbergt Filmdokumente zur politischen Geschichte Deutschlands, der SPD und anderer Organisationen der Arbeiterbewegung ab 1911. Zu dem politisch und historisch einzigartigen Material der Selbstdarstellung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zählen Filme der Exil-SPD aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 (Sopade) und Filme aus der Weimarer Republik, wie beispielsweise die Trauerfeierlichkeiten zum Tode Friedrich Eberts. Ferner sind die erste Arbeiterolympiade in Frankfurt/M. sowie diverse Reichsbanner-Aktivitäten filmisch dokumentiert.
Ein Teil dieser historisch sehr wertvollen Dokumente ist innerhalb des Film-Archivs bereits als Film-Abtastung auf Video vorhanden.
Das Videoarchiv
Das Videoarchiv des AdsD übernimmt die Aufzeichnung von Fernsehsendungen zu politischen Talk-Runden und Debatten. Diese werden inhaltlich erschlossen und archiviert. Darüber hinaus verfügt das Videoarchiv über Aufzeichnungen von SPD-Parteitagen, Fernsehmitschnitten von politischen Dokumentationen sowie Belegbändern zu politischen Filmproduktionen. Die Aufzeichnungen erfolgen derzeit über Digital-VHS. Weitere vom Videoarchiv verwandte Formate sind: VHS, S-VHS, Betacam SP und U-Matic. Von allen genannten Formaten können Kopien auf DVD erstellt werden. Seit 2002 wird die Sammlung im Internet präsentiert.
Das Tonarchiv
Das Tonarchiv
des AdsD verfügt über verschiedenste Tondokumente, welche die allgemeine Zeitgeschichte,
insbesondere die Geschichte der SPD dokumentieren. Von Schellack-, Glas-, Folien-
und Aluminium-Schallplatten mit politischen Reden aus der Weimarer Republik bis
zu Radiomitschnitten von politischen Dokumentationen der Gegenwart auf DAT-Kassetten
oder CD-ROM reicht die Spannbreite. Darüber hinaus dokumentieren verschiedenste
Tondokumente der Parteienwerbung die multimediale Selbstdarstellung der Parteien.
Neben den erwähnten Formaten werden im Tonarchiv auch Tondokumente auf Tonbändern
(Senkel, Viertel-, Halb-, Vollspur aller Geschwindigkeiten) und normalen Audiokassetten
inhaltlich erschlossen und archiviert. Über ein digitales sowie analoges Mischpult
können die gesicherten Tonbeiträge ggf. restauriert bzw. auf CD-ROM überführt
werden. Die Sammlung des Tonarchivs ist ebenfalls seit 2002 im Internet präsent.
Einzelne Tonbeispiele vermitteln
einen ersten Eindruck.
Zu den Sammlungen des AdsD zählen weiterhin:
- die Flugblattsammlung mit Flugblättern verschiedenster
nationaler und internationaler politischer Parteien
und Gruppierungen über einen Zeitraum von 1790
bis heute,
- die Plakatsammlung mit politischen Plakaten nationaler und internationaler
Herkunft, beginnend mit dem Jahr 1848,
- das Bildarchiv, welches mit Personen- und Städtefotos die Geschichte
der Arbeiterbewegung, der Gewerkschaften sowie die allgemeine Zeitgeschichte
dokumentiert,
- die Fahnensammlung mit historischen Fahnen der SPD und verschiedener
Arbeiterorganisationen,
- die Ansteckersammlung mit einer reichhaltigen Anzahl von Ansteckern
verschiedenster Organisationen der SPD und der Arbeiterbewegung aus
der Zeit der Weimarer Republik bis heute,
- und schließlich die Sammlung Varia, die über eine reichhaltige
Sammlung an politischen Werbematerial wie Postkarten, Briefmarken,
Abzeichen und Aufklebern, aber auch über Totenmasken und Büsten
politischer Mandatsträger verfügt.
Auch die Aufbewahrungsräume der Sammlungen sind der Öffentlichkeit
nicht zugänglich.
Weitere Informationen zu den Sammlungen sowie zu Recherchemöglichkeiten finden Sie unter: http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/sammlungen.htm |
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Über das Internetportal des AdsD kann der Nutzer sich über die Personen-
und Organisationsbestände des Schriftgutbereiches informieren.
Darüber hinaus werden verschiedene Sammlungen direkt über
das Internet zur Recherche angeboten. Hierzu verfügt das AdsD über
eine spezielle Internet-Datenbank, die über die Schaltflächen "Arbeitshilfen" und "Datenbank" einzusehen
ist. Diese Datenbank gibt den aktuellen Bearbeitungsstand der Sammlungen
wider, das heißt: die Recherchemöglichkeit über
das internet wird ständig erweitert.
Derzeit sind die Ansteckersammlung,
Bildarchiv, Flugblatt- und Plakatsammlung sowie das Ton-
und Videoarchiv über das Internet zugänglich.
Als besonderern Service hält das AdsD eine Auswahl von Fotos,
Plakaten, Flugblättern usw. zum sofortigen Herunterladen bereit.
Unter der Schaltfläche "Download Angebote" der Rubrik "Arbeitshilfen" können
die entsprechenden Bilddateien zu den Themen "SPD-Geschichte", "Mauerbau", "Weimarer
Republik", "17. Juni 1953" und "Friedrich Ebert" direkt angesehen
und heruntergeladen werden.
Neben diesen Recherchemöglichkeiten bietet das Internetportal
des AdsD auch eine über den Sammelschwerpunkt des Archivs
hinausgehende Recherchemöglichkeit an. So sind weiterführende
Links zur geschichtlichen und politischen Bildung gesondert anwählbar.
Sachthemenbezogene Schwerpunkte (z.B. Genderpolitik) sind dabei
als Gruppe zusammengefasst und bieten dem Nutzer einen umfangreichen Überblick. |
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